Unser Engel

 

 

Ein Engel

Es war einmal ein Baby im Bauch seiner Mutter, welches bereit war geboren zu werden…

Das Baby fragte Gott:

"Wie soll ich auf der Erde leben, wo ich doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können, um fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen, wenn ich die Sprache nicht kenne?
Was werde ich tun, wenn ich zu Dir sprechen will, Gott?
Und wer wird mich beschützen?"

Und Gott antwortete dem Baby:

"Ich habe für dich einen Engel ausgewählt, der über dich wachen wird, bis du erwachsen bist.
Dein Engel wird für dich singen und auch für dich lachen.
Und du wirst die Liebe deines Engels fühlen und sehr glücklich sein.
Dein Engel wird dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die du jemals hören wirst.
Mit viel Ruhe und Geduld wird dein Engel dich lehren zu sprechen.
Dein Engel wird deine Hände aneinanderlegen und dich lehren zu beten.
Dein Engel wird dich verteidigen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert."

In diesem Moment riefen Stimmen der Erde den Namen des Babys, denn es sollte nun geboren werden.
Voller Erwartung sprach das Baby ein letztes Mal zu Gott:

"Oh Gott. Ich muss jetzt von dir gehen. Bevor ich dich jetzt verlasse, sage mir bitte den Namen meines Engel."

Und Gott sprach:

"Ihr Name ist nicht wichtig. Nenne sie einfach Mama."

 

 

 

Jedem Kind gibt Gottes Güte
einen Engel der es hüte.
Der es rettet aus Gefahr
gestern, heut und immerdar.

 

 

Das Glück eines Kindes beginnt lange vor der Geburt,

im Herzen zweier Menschen, die einander lieben.

 

 

Wie süss ist kleiner Kinder Art.
Die Haut ist lilienweiss und zart
und leuchtend strahlen im Gesicht
die Äuglein wie Vergissmeinnicht.

Wie Tulpenblätter rot und rund
so leuchtet weich der kleine Mund;
von Gott geformt, so zauberhaft,
wie keines Menschenhand es schafft.

Und von der Rose rotem Prangen,
haucht Gott den Schmelz auf zarte Wangen,
dass sie erblühen, sanft und weich,
ein Schimmer wie vom Himmelreich.

Zwei Winden nahm der Schöpfer schnell
sich zum beglückenden Modell,
um dann mit seinen Zauberhänden
die kleinen Ohren zu vollenden.

Und weiter schuf er, dass das Schöne
das süsse Köpfchen herzlich kröne,
aus gold'nem Blütenstaub das Haar;
So sonnig weich und wunderbar.

Die Tausendschönchen - man kann es sehen-
nahm er für Fingerchen und Zehen.
Und bei dem Mädchen denkt man gleich
an Schneeglöckchen so zart und weich.

Gott schuf die Welt, in der wir sind,
mit überleg'nem Schöpfergeist.
Doch was seine Kunst am meisten preist:

Das ist ein Kind!

 

 

Ein Näschen, ein Köpfchen,
10 niedliche Zehen,
rundum ein Geschöpfchen,
so süss anzusehen,
ein Mündchen zum Saugen,
zartseidiges Haar,
2 staunende Augen,
ein Traum wurde wahr!

 

 

Zwei Füße groß bis mittelklein gingen lange Zeit allein.

Doch nun gehn auf Schritt und Tritt zwei winzig kleine Füße mit.

 

 

Sind so kleine Hände - winzge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauftreten könn sonst nicht gehen.

Sind so kleine Ohren scharf - und ihr erlaubt -
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so schöne Münder sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden, könn sie nichts verstehn.

Sind so kleine Seelen - offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, gehen kaputt dabei,

Ist so'n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade klare Menschen - wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat hab'n wir schon zuviel.


von Bettina Wegener

 

 

Kleine Hand und große Hand

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:
"Du große Hand, ich brauche dich,
weil ich bei dir geborgen bin.
Ich spüre deine Hand,
wenn ich wach werde und du bei mir bist,
wenn ich Hunger habe und du mich fütterst,
wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen,
wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche,
wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe.
Ich bitte dich: Bleib in meiner Nähe und halte mich."

Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand:
"Du kleine Hand, ich brauche dich,
weil ich von dir ergriffen bin.
Das spüre ich,
weil ich viele Handgriffe für dich tun darf,
weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann,
weil ich mit dir kleine, wunderbare Dinge entdecke,
weil ich deine Wärme spüre und dich lieb habe,
weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann.
Ich bitte dich: Bleib in meiner Nähe und halte mich."

 

 

 


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